Case Study

Verbesserung der Stammdaten und KPI‑basierte Prozessoptimierung

Unternehmen

Maschinenbau (Umsatz: ca. 250 Mio. EUR, ca. 600 Mitarbeiter, Schleswig-Holstein)

Rolle

Interim Manager Stammdaten und KPI

Herausforderung

Obwohl das Unternehmen stark ausgelastet war, führten hohe Lagerbestände zu Liquiditätsproblemen. Die Materialversorgung war unzuverlässig, was auf eine mangelhafte Supply Chain und sehr schlechte Stammdatenqualität zurückzuführen war. Zudem existierte kaum eine gelebte Prozesslandschaft. Ein Resultat waren die exorbitanten Prozesskosten, welche die Gewinnmargen aus dem Verkauf komplett aufgebraucht haben.
Die Organisation arbeitete mit SAP R/3, wobei ein Umstieg auf S/4HANA in den kommenden 18 Monaten geplant war.

Maßnahmen

Ich habe zunächst die vorhandenen Materialstämme und Bewegungsdaten systematisch analysiert. Dabei wurden fehlerhafte Feldwerte, unvollständige Stammsätze und inkonsistente Prozessverläufe aufgedeckt. Anhand von KPI-Auswertungen (z. B. Dispositionsparameter, ABC/XYZ-Klassifizierungen) konnten Ursachen klar identifiziert und Maßnahmen abgeleitet werden.

Ich überprüfte das bestehende Customizing und passte es so an, dass die Nutzer bei der Bearbeitung stärker durch das System geführt wurden. Parallel habe ich die Key User gecoacht, um deren Verständnis für Prozesszusammenhänge, Fehlervermeidung und SAP-Nutzung zu verbessern.

Ein besonderer Fokus lag auf der Datenbereinigung alter Bewegungsdaten und der gezielten Vervollständigung der Stammdaten, um das Unternehmen auf den kommenden Systemwechsel zu S/4HANA vorzubereiten.

Ergebnisse

Alte Bewegungsdaten wurden erfolgreich abgeschlossen, wodurch das System deutlich übersichtlicher wurde. Das angepasste Customizing sorgt nun dafür, dass Mitarbeitende systemseitig zu korrekten Buchungen und Abschlüssen geführt werden.

Fertigungsaufträge werden nur noch dann abgeschlossen, wenn alle Reservierungen korrekt verbucht sind – was die Prozesssicherheit deutlich erhöht hat.
Die Stammdaten wurden vervollständigt, insbesondere im Bereich der Dispositionskennzahlen, was die Qualität der Planungen und Bestellungen verbessert hat.