Case Study

Einkaufs­transformation und Verhandlungen für ein ERP-System im Maschinenbau

Unternehmen

Maschinenbau / produzierendes Gewerbe (Umsatz: >35 Mio. EUR, >250 Mitarbeiter)

Rolle

Interim Leiter Einkauf

Herausforderung

Das Unternehmen war durch einen stark zentralistisch geprägten Führungsstil gekennzeichnet. Auf operativer Ebene herrschte wenig Eigeninitiative, während die Fluktuation im Unternehmen anstieg. Der Wettbewerb verfügte über technische Vorteile, was den wirtschaftlichen Druck erhöhte.

Der Einkauf war veraltet organisiert, stark regional geprägt und nicht auf Kostenoptimierung oder Modernisierung der Prozesse ausgelegt. Ziel war es, die Strukturen aufzubrechen, Prozesse zu modernisieren, Einsparungen zu erzielen und zentrale Systemprojekte wie ERP- und ECM-Verträge vorzubereiten.

Maßnahmen

Ich verantwortete ein Einkaufsvolumen von ca. 25 Mio. EUR und leitete ein kleines Team mit zwei langjährigen Mitarbeitenden, die ich coachte.

Ein Schwerpunkt lag auf der Internationalisierung der Beschaffung – bislang wurde überwiegend regional eingekauft. Es wurden Alternativlieferanten identifiziert, evaluiert und neue Prozesse etabliert, u. a. mit regelmäßigen Nachverhandlungen.

Parallel wurden konkrete Vertragsverhandlungen zu einem Content Management System (ELO) sowie für das ERP-Upgrade mit Business Central geführt und abgeschlossen. Gleichzeitig wurden Warengruppen systematisch auf Einsparpotenziale untersucht und ausgeschrieben.

Ergebnisse

Trotz Einschränkungen bei bestimmten Warengruppen konnten rund 750.000 EUR an Preisreduzierungen realisiert werden. Besonders erfolgreich war eine Frachtenrevision im Paketbereich mit einer Kostensenkung von über 25 %.

Einzelne Materialgruppen wurden umgestellt und moderne Bezugsquellen erschlossen. Das ERP-Projekt konnte gegen Ende des Mandats in die Umsetzung gehen und das Content Management System (ELO) wurde erfolgreich eingeführt.