Case Study

Serieneinkauf und Dispositionsanalyse bei Tier‑1‑Automobilzu­lieferer

Unternehmen

Tier-1-Automobilzulieferer (Umsatz: >700 Mio. EUR, >2.500 Mitarbeiter)

Rolle

Interim Serieneinkäufer

Herausforderung

Das Unternehmen befand sich in einer angespannten Lage: Es fehlten Kapazitäten im strategischen Einkauf, gleichzeitig war der Kunde wirtschaftlich stark belastet und nahe an einer Insolvenz.

Die Materialversorgung war unzuverlässig, was auf fehlerhafte SAP-Dispositionsdaten und unzureichende Einstellungen der Stammdaten zurückzuführen war. Besonders betroffen waren die Warengruppen Schmiedeteile, Umformtechnik und Stahlrohre.

Maßnahmen

Ich übernahm die Betreuung der relevanten Warengruppen (Gesamtvolumen ca. 50 Mio. EUR) und wurde mit einem Sonderprojekt für den Chief Procurement Officer  beauftragt, in dem ich SAP-Dispodaten aus den Bereichen Stammdaten, Vertrieb und Produktion analysierte und daraus KPI entwickelte.

Zur Kostenoptimierung wurden globale Ausschreibungen initiiert, Alternativlieferanten identifiziert und teilweise vor Ort validiert. Die gewonnenen SAP-Daten wurden genutzt, um Fehlerquellen in Dispositionslogik, Stücklisten und Planungsparametern zu erkennen und zu korrigieren.

Ergebnisse

In allen drei Warengruppen konnten erhebliche Einsparpotenziale identifiziert werden:

  • Umformtechnik wurde durch neue Angebote mit ca. 60 % geringeren Kosten neu bewertet. 
  • Bei Stahlrohren konnten durch die Einbindung eines alternativen Lieferanten (Mannesmann) ca. 30 % Kostenreduktion erzielt werden. 
  • Schmiedeteile wurden durch die Bündelung mehrerer Fertigungsschritte bei einem international freigegebenen Lieferanten (u. a. VW/Mercedes-Zulassung) deutlich günstiger angeboten.

Allein ein einzelnes Bauteil zeigte ein Potenzial von 7 Mio. EUR Einsparung – aufgrund von Bündelung und verbesserter Ferigungstechniken.